Montag, 20. Dezember 2010

Überbewertung

Überbewertung.

Beinhaltet dieses Wort doch einen interessanten Charakter, so entsteht trotz allem nicht das schönste Gefühl beim Wahrnehmen und Lesen dieses Begriffs.


Welch ein Eklat!

Trotzdem - detaillierter möchte ich mich jedoch nicht äußern. Eher möchte ich auf einen Artikel verweisen, welcher durchaus diverse Fragen aufwerfen könnte.



duM

Montag, 8. November 2010

Nacht

(eigene Darstellung)

Die Nacht. Das eigentlich un-urbanste Phänomen unserer Gesellschaft erreicht aber in diesem, seinem urbanen Kontext einen unvergleichlichen Mehrwert.

Nacht. Nacht ist überall, so lange es dunkel ist. Nacht ist weder urban noch rural, Nacht ist global. Aber Nacht ist nicht gleich Nacht: Sternenklare Nacht auf dem Lande versprüht eine ganz andere Atmosphäre als das neonbeleuchtete Event- und Szenehappening "Nacht" in der Stadt. Dort wird die Nacht nach allen Regeln der Kunst zelebriert. Liegt der Dörfler bei absoluter Dunkelheit in seinem Bett, zeigt sich dem urbanen Mann die Stadt von ihrer schönsten Seite: Kunst, Kultur, Szenenlokale und Tanztempel ziehen magisch die Massen an.

Die Stadt erfährt eine brutale Trennung in "Hot Spot" und "tote Ecke", in lebendige Metropole und irrelevantes Dorf. Nichts segregiert die Stadt bzw. segregiert in der Stadt mehr als die Nacht. Hell und dunkel; schwarz und weiß – die Nacht zeigt es auf.

Wer möchte schon irrelevant sein? Mit vielfältigen Programme und Betätigungsmöglichkeiten locken die großen Städte, die etwas auf sich halten, die Massen aus ihren Wohnungen und bespaßen sie. Es ist dieser eine Baustein der Stadt, welcher sie als urbanes, also hochverdichtetes, kreatives und akzentuiertes, Milieu kennzeichnet: Das Nachtleben. Ohne dieses wäre jeder urbane Mann, jeder urbane Mensch nur ein Dörfler unter sternklarem, aber neonuntermaltem Himmel – einer unter vielen.

Die Nacht erst bringt die Menschen wirklich zusammen.

dU

Sonntag, 31. Oktober 2010

Emotionen.

Jeder kennt sie, diese Momente.

Es sind Momente, die uns inne halten, die manchmal so voller Freude sind, so voller Bestimmung, Überraschungen und Erlebnisse. Ja wahrlich unbeschreiblich scheinbar, so sind sie, diese ganz bestimmten Momente.

Dass sich in der Urbanität solche Momente sehr oft ereignen scheint womöglich beim ersten Gedanken als eine weitere Floskel erhaben.

Doch im Grunde stimmt das nicht.

Momente, welche voller Emotionen ausgefüllt und aufgeladen sind ereignen sich im Alltag öfter als man denkt. Dass eine Abstumpfung in (Groß-)städten bezogen auf das Empfinden diverser Situation, wie Georg Simmel es beschrieb, stattfindet, ist nur noch teilweise richtig.

Denn was machen emotionale Momente aus?
Sind es diese ganz besonderen Begegnungen in der vollkommenen Anonymität? Die Teilhabe am Leben im öffentlichen Raum? Ja wahrlich das Mitbestimmen des Lebens auf den, von zum Teil exzentrischer Ästhetik beherrschenden Plätze?

Sicher, es kann vieles sein.

Doch das wichtigste Standbein, der wichtigste Auslöser überhaupt liegt letztendlich nur in dem Zusammentreffen, ja des Zusammenkommens selbst. Durch Vielfalt, Offenheit, Toleranz und ja, teilweise auch durch die Blasiertheit (um nochmals auf Simmel zurück zu kommen) geprägte Menschen treffen an völlig unterschiedlichen Orten zu völlig banalen Zeiten aus einem manchmal völlig irrsinnigen Grund zusammen. Sei es nur eine kurze Plauderei, sei es etwas intensiveres, etwas seltsames, etwas stimmiges, oder etwas komplett anderes; Konversationen fließen und Ideen sprudeln.

Eindrücke entstehen und plötzlich, an diesem ganz bestimmten Ort, in dieser ganz bestimmten Stadt, mit diesen gänzlich unzähligen Fremden - oder vertrauten Freunden, plötzlich, ja, da ist er auf einmal wieder, dieser ganz besondere Moment.


Was wäre der Alltag ohne diese Momente?

duM

Samstag, 2. Oktober 2010

Über das wundervolle, wundersame Wesen

Wie einst schon Schiller das wundersame Fräulein mithilfe literarischer Mittel im Zuge ihrer derartig zwiespältigen Wesenszüge beschrieb, so fühlt sich auch der urbane Mann dem gar unmöglichen Versuch verfallen, sein Plädoyer bezüglich den wunderbaren weiblichen Geschöpfen darzulegen.

Tatsache ist: in der Urbanität sind eklatante Eskapaden und Erfahrungen in jeglicher Hinsicht stets das Mindeste, was dem urbanen Mann in Beziehung zu seinem weiblichen Pendant geschieht.

Worin auch sonst wären der Spaß und die Spannung im Alltagsleben eines manchem, wären da nicht die zahlreichen Momente und Augenblicke mit ihr?

Doch bei aller Liebe und Hingabe - stets sind es nicht immer nur positive, mit Freude erfüllte Geschichten, welche sich in trauter Zweisamkeit -oder verzwickter Einsamkeit- ereignen.

So sind manche Handlungen und Wege stets weder mit einer gewissen Prise Logik noch mit einem gesundem (männlichem) Menschenverstand nachvollziehbar, was diverse Fragen über den Sinn-an-sich oftmals nach sich ziehen.

Obwohl nun Zweifel eine Farce und Reue ein Fauxpas seiner selbst darstellen, entspringen diese hin und wieder -berechtigterweise- dem Gedankenursprung eines jeden maskulinem Individuum, wenn denn nun wieder einmal sich oben angedeutete Ereignisse aufgrund diverser Situationen entbrennen.

Es soll hierbei gar nicht weiter ins Detail gegangen werden.

Wohl aber soll angemerkt werden, dass eben auch diese koketten Konstellationen zweier Menschen oftmals das Zusammenleben versüßen - und auch manchmal versauern.

Doch trotz aller rationalen Versuche sollte eines klar sein: Von Emotion und Expressionismus geleitete Verhaltensmuster entbinden sich jedem Erklärungsversuch - und das ist auch gut so.

Denn auch noch die eleganteste Lady, das wundervollste Wesen, die erlesenste Dame könne im ersten Anblick faszinieren und zugleich diktieren, was so manchem manchmal nicht klar verständlich erscheint.


PS1: Wer nun trotzdem noch eine Lösung des manchmal Unausweichlichem in diesen Zeilen vermutet wird nun leider enttäuscht sein.
Jeder einer weiß nämlich letztendlich selbst am besten, wie man mit diversem 'Paradoxem' umzugehen hat. Andererseits hätte die Harmonie hierbei nämlich schon ihre Grenze erfahren.

Somit entzieht sich auch der urbane Mann mit Verhaltung dem Tatbestand, denn nur das hält so manche Magie am leben.

PS2: Falls Interesse bezüglich der oben 'zitierten' literarischen Inspiration besteht, so solle er (oder sie) sich doch gerne bei mir melden.



duM

Donnerstag, 12. August 2010

Die Devise des Urbanen

gestern

Die letzten Jahrzehnte waren immer wieder geprägt durch Aufbruchsstimmung und Zukunftsoptimismus: Sei es das Wirtschaftswunder in den 50er und 60er Jahren oder die bundesweite Euphorie nach dem Fall der Mauer. Dieser Zukunftsfatalismus gipfelte in eine sorglose, eine sich dem guten des nächsten Tages, der Gewissheit dieser wird noch besser sein als der heutige, ergebenen Grundhaltung, manifestiert in dem Grundsatz "alles kann, nichts muss".

heute

Pessimismus hat Einzug gehalten in die Welt des 21. Jahrhunderts; die urbane Leistungsgesellschaft firmiert unter der Maxime "alles muss, nichts kann". Erreichbarkeit, Mobilität, Schlaflosigkeit. 24 Stunden am Tag. Rastlos ist die Stadt, rastlos sind ihre Bewohner. Die Bewohner prägen ihre Stadt, die Stadt prägt und programmiert ihre Bewohner.

morgen

"alles – oder nichts?"

dU

Dienstag, 10. August 2010

Mobilität

Der urbane Mann agiert irrational; er handelt nach der Maxime "he always wants what he can't have".

Die Stadt mit all ihren Reizen und Verlockungen fördert eine urbane Grundhaltung Bedürfnisse frei von Ort und Zeit zu stillen. Diese Loslösung von temporären und lokalen Konstanten ist bedingt durch die urbane Dichte, ihre Diversität – die Stadt als Schmelztiegel der Kulturen, vor allem aber durch den sehr hohen Grad an Mobilität im urbanen Kontext.

Bewegung als Grundprinzip menschlichen Handelns, als Motor der menschlichen Zivilisation.

In seiner Geschichte hat der Mensch über die Jahrtausende immer weiter an Fahrt aufgenommen; aus Feldwegen und Straßen sind asphaltierte, mehrspurige Autobahnen geworden, Strecken der Dampfeisenbahn sind heute Teile eines trans-europäischen Hochgeschwindigkeitsnetzes mit nicht selten Höchstgeschwindigkeiten von über 300 km/h. Taktgeber der großen Agglomerationen ist heute der Öffentliche Nahverkehr: Fahrpläne mit einer Genauigkeit auf eine Sechstelminute und Zugfolgen im Minutenabstand sind das entscheidende Momentum im Kreislauf Stadt.

Metropolen schlafen nicht – accessibility 24/7 – Städte sind mobil

Dieses hohe Maß an Mobilität sorgt für ein wichtiges – wenn nicht das wichtigste Phänomen im urbanen Kontext: Der Bewegungsradius nimmt nicht proportional mit dem grad an Mobilität zu, nein, je mehr Menschen im dichten urbanen Raum mobil sind, desto langsamer kommen sie voran – es entstehen Staus und Behinderungen.

I want that! – Although it's too far away and I can't reach it at this time of the day

Mehr Mobilität sorgt für weniger Mobilität, mehr Fortbewegungsmöglichkeiten für langsameres Vorankommen. Ein Paradoxon? Keinesfalls. Ein Grundprinzip des Urbanen? Durchaus. Aber gerade hier liegt ein Denkfehler des urbanen Mannes: Er ist es gewohnt alles zu jeder Zeit und überall zu bekommen, die Stadt reizt ihn und er will diesen Reizen nachkommen, er ist ihnen erlegen. Das Problem ist nur, so mobil er auch sein mag, es ist ihm nicht möglich jede Dienstleistung, jedes Produkt zu jedem denkbaren Zeitpunkt und an jedem denkbaren Ort zu erlangen – he always want's what he can't have.

No browns after six – Ein Plädoyer gegen Un-Urbanes

Der Einfluss der Kirche auf unser tägliches Leben ist noch heute, selbst in, nach ihrer Verfassung, säkularisierten Staaten, gewaltig. Die Institution Kirche wacht aber über vieles heute nicht mehr Zeitgemäßes, sie schützt Un-Urbanes: Der Sonntag ist heilig, Geschäfte sollen geschlossen bleiben, die Arbeit soll ruhen; Feiertage sind staatlich verordnete Valiumdosen, um Stadt als lebendigem, unaufhaltsamen Prozess für die Dauer von ein oder zwei Tagen stillzulegen.

Solche Ansichten sind un-urban, sie stehen dem Grundsatz von Stadt als etwas Ständigem diametral entgegen. Wie bereits konstatiert ist Stadt frei von Grenzen, temporär wie lokal, gerade diese Grenzen werden von Institutionen künstlich und irrationalerweise aufrecht erhalten und behindern den Urbanen Mann und seine Stadt an ihrer Entwicklung.

Die Zukunft ist urban.

dU

Sonntag, 9. Mai 2010

Dinge 1

Anonymität ist ein Graus!

Oder vielleicht doch Genugtuung im urbanen Niemandsland? Die Notwendigkeit, die das städtische Leben doch einzigartig machen?

Eine Tatsache ist, dass sie vorherrscht - und niemand kann sich ihr entziehen.



Selbst der urbane Mann muss sich ihr beugen, doch begreift er die Faktizität als Spielwiese - für ihn und andere.


Spielwiese nämlich dahingehend, dass vorherrschende Anonymität immer auch den Reiz mit sich bringt, Akzente in einer gewissen Selbstentfaltung und -darstellung im Zuge einzigartiger Individualisierung zu setzen.

Somit soll die Reihe "Dinge" aufzeigen und wahrlich inspieren, was möglich ist und sein kann - im Sinne der schon eben erwähnten, immer wieder neuen Selbsterfindung des einen jeden Individiuums.


Dahingehend einleitend folgt zugleich das erste Faktum:



Eine der vielen eklatanten Definitionen des urbanen Mobils.


Mit großartiger Unterstützung einer der besten Sympathisanten aus dem innerstädtischen Berliner Raums (ein Dankeschön geht nach Kreuzberg) kam diese Interpretation des faszinierenden Fortbewegungsmittel.


Meinungen und Anregungen sind folglich gewünscht!

Sonntäglich harmonische Grüße,

duM

Sonntag, 2. Mai 2010

Eine Blamage

Nun gut, est ist wohl eine Tatsache.

Auch der urbane Mann ist 'nur' ein Wesen; weder mit vollendender Perfektion ausgestattet, noch mit den einzigartigsten Erfahrung bestückt.


Doch es ist wahrlich auch besser so!


So bedenke man doch, dass eine perfekte Welt eben auch eine langweilige Welt wäre. Hätte nämlich alles seinen richtigen Platz, seine beständigste Ordnung und sein sicherstes System, so würde genau das den Charme eines jedem nehmen.

Sicherlich eine strittige Ansicht, aber gut.

Jedenfalls durfte der urbane Mann vor kurzem genau eine solche Situation erfahren. Eine Situation, in derer er mit seinem souveränen Auftritt nicht wirklich glänzen konnte - wenn man es so überhaupt sagen darf.


Es war, wie simpel es nun auch klingen mag, die Tanzfläche eines renomierten Etablissment in einer, diesmal, nur mittelgroßen Stadt in Norddeutschland.

Die durchaus überflüssig erscheinende, aber sichtlich signifkante Frage tritt nun sofort auf, was denn der urbane Mann dort tat; dort in dieser wohl eher kleineren, leicht suburban anmutenden Umgebung. Beschaulich, aber eben nicht dramatisch metropolitisch.

Nun, der urbane Mann ist, wenn es drauf ankommt, bis zum äußersten mobil.

Denn gute Menschen - so darf man sie doch schon als die besten Freunde bezeichnen - sind das mindeste, lange Wege auf sich zu nehmen.
Eine einzigartige Zeit hat man nämlich immer wieder, und das ist Gesetz, nur im kultivierten Kreise der bekannten, hochgeschätzten, wichtigsten Menschen.

Und auch diese Menschen hat der urbane Mann, denn sie sind, im gewissen Maße, sein Lebenselixier.

Jedenfalls ging es eben in diesem wundervollem Kreise in das schon angesprochene Nachtquartier zum, so offensichtlich es auch erscheint, kollektivem Tanzbeinschwingen.

Es war ein Fest der Sinne, soviel steht fest!

Doch genau dahingehend lag das Problem: Denn im Kollektiv wahrlich eine Symbiose aller Umstände, war das Tanzvergnügen in eng umschnürter Paarsituation eher eine Schmach!

Wie konnte das nur passieren?

Lag es an dem schwierigem Umfeld, der sinnlich-suptilen Gesamtsituation oder wohl doch eher an der einzigartig-anmutenden Ästhetik des Gegenübers?

Vielleicht aber auch nur an der Eigentümlichkeit, dem nicht vollends ausgeschöpften Befähigkeiten die wundervollste Dame des Abends zu bester Musik zu führen.

Gründe könnten es viele sein.

Jedoch, und genau darin liegt er, der springende Punkt, auch die de facto mögliche Poente des ganzen:


Der urbane Mann hat zwar Fehler, benennt sie aber nicht.


Sondern, und so ist es nun mal, arbeitet er so lange an ihnen, bis er wieder stimmt: der sinnlichste Moment im Zuge der vollkommenen Bravur.

Sonntag, 11. April 2010

Ein Anfang

Der urbane Mann.


Eine anonyme Gestalt. Ein kulturelles Individiuum. Ein Wesen mit dem Streben nach der horizonterweiternden Selbsterfahrung.



Oder doch ganz anders? Gar ein Mythos?



worin liegt sie, die Herrausforderung des Daseins in der eigenen Verwirklichung?


Weiß der urbane Mann wo er sich befindet? Gar, wer er ist? Was er kann und vor allem

Was ER will?


Die Idee ist die Reflektion des Alltags des urbanen Mannes, welcher sich im Zuge des 21. Jahrhunderts stetig den undenkbarsten Herrausforderungen stellt.

Skuril, mit betont akzentuierter Note werden hier zukünftig Situationen, Erlebnisse und Erfahrungen geschildert - natürlich regelmässig und in einem angemessenem Turnus!


Somit darf man gespannt bleiben, denn eins ist sicher:


Der urbane Mann diskutiert nicht - der urbane Mann macht.