Sonntag, 9. Mai 2010

Dinge 1

Anonymität ist ein Graus!

Oder vielleicht doch Genugtuung im urbanen Niemandsland? Die Notwendigkeit, die das städtische Leben doch einzigartig machen?

Eine Tatsache ist, dass sie vorherrscht - und niemand kann sich ihr entziehen.



Selbst der urbane Mann muss sich ihr beugen, doch begreift er die Faktizität als Spielwiese - für ihn und andere.


Spielwiese nämlich dahingehend, dass vorherrschende Anonymität immer auch den Reiz mit sich bringt, Akzente in einer gewissen Selbstentfaltung und -darstellung im Zuge einzigartiger Individualisierung zu setzen.

Somit soll die Reihe "Dinge" aufzeigen und wahrlich inspieren, was möglich ist und sein kann - im Sinne der schon eben erwähnten, immer wieder neuen Selbsterfindung des einen jeden Individiuums.


Dahingehend einleitend folgt zugleich das erste Faktum:



Eine der vielen eklatanten Definitionen des urbanen Mobils.


Mit großartiger Unterstützung einer der besten Sympathisanten aus dem innerstädtischen Berliner Raums (ein Dankeschön geht nach Kreuzberg) kam diese Interpretation des faszinierenden Fortbewegungsmittel.


Meinungen und Anregungen sind folglich gewünscht!

Sonntäglich harmonische Grüße,

duM

Sonntag, 2. Mai 2010

Eine Blamage

Nun gut, est ist wohl eine Tatsache.

Auch der urbane Mann ist 'nur' ein Wesen; weder mit vollendender Perfektion ausgestattet, noch mit den einzigartigsten Erfahrung bestückt.


Doch es ist wahrlich auch besser so!


So bedenke man doch, dass eine perfekte Welt eben auch eine langweilige Welt wäre. Hätte nämlich alles seinen richtigen Platz, seine beständigste Ordnung und sein sicherstes System, so würde genau das den Charme eines jedem nehmen.

Sicherlich eine strittige Ansicht, aber gut.

Jedenfalls durfte der urbane Mann vor kurzem genau eine solche Situation erfahren. Eine Situation, in derer er mit seinem souveränen Auftritt nicht wirklich glänzen konnte - wenn man es so überhaupt sagen darf.


Es war, wie simpel es nun auch klingen mag, die Tanzfläche eines renomierten Etablissment in einer, diesmal, nur mittelgroßen Stadt in Norddeutschland.

Die durchaus überflüssig erscheinende, aber sichtlich signifkante Frage tritt nun sofort auf, was denn der urbane Mann dort tat; dort in dieser wohl eher kleineren, leicht suburban anmutenden Umgebung. Beschaulich, aber eben nicht dramatisch metropolitisch.

Nun, der urbane Mann ist, wenn es drauf ankommt, bis zum äußersten mobil.

Denn gute Menschen - so darf man sie doch schon als die besten Freunde bezeichnen - sind das mindeste, lange Wege auf sich zu nehmen.
Eine einzigartige Zeit hat man nämlich immer wieder, und das ist Gesetz, nur im kultivierten Kreise der bekannten, hochgeschätzten, wichtigsten Menschen.

Und auch diese Menschen hat der urbane Mann, denn sie sind, im gewissen Maße, sein Lebenselixier.

Jedenfalls ging es eben in diesem wundervollem Kreise in das schon angesprochene Nachtquartier zum, so offensichtlich es auch erscheint, kollektivem Tanzbeinschwingen.

Es war ein Fest der Sinne, soviel steht fest!

Doch genau dahingehend lag das Problem: Denn im Kollektiv wahrlich eine Symbiose aller Umstände, war das Tanzvergnügen in eng umschnürter Paarsituation eher eine Schmach!

Wie konnte das nur passieren?

Lag es an dem schwierigem Umfeld, der sinnlich-suptilen Gesamtsituation oder wohl doch eher an der einzigartig-anmutenden Ästhetik des Gegenübers?

Vielleicht aber auch nur an der Eigentümlichkeit, dem nicht vollends ausgeschöpften Befähigkeiten die wundervollste Dame des Abends zu bester Musik zu führen.

Gründe könnten es viele sein.

Jedoch, und genau darin liegt er, der springende Punkt, auch die de facto mögliche Poente des ganzen:


Der urbane Mann hat zwar Fehler, benennt sie aber nicht.


Sondern, und so ist es nun mal, arbeitet er so lange an ihnen, bis er wieder stimmt: der sinnlichste Moment im Zuge der vollkommenen Bravur.